Team ARGE Baden-Württemberg fährt mit elf Talenten zu den Deutschen Meisterschaften der Jugend 18 nach Chemnitz
Ein paar heiße Eisen und zahlreiche Perspektivtalente

Mittlerweile drei Jahre ist es her, dass Deutschlands Mädchen und Jungen ihre nationalen Titelträger ermittelten. Damals, 2019 in Wiesbaden, landeten Kay Stumper und Sophia Klee ganz oben auf dem Treppchen. Die beiden Bundesligaspieler können ihre Titel nicht mehr verteidigen, da sie dem Jugendalter entwachsen sind. Nun, bei der DM-Neuauflage im sächsischen Chemnitz, stehen andere Talente im Fokus. Unter anderem elf Spielerinnen und Spieler der ARGE Baden-Württemberg, die mit unterschiedlicher Erwartungshaltung in das prestigeträchtige Turnier gehen.

Mit sechs Mädchen und fünf Jungen macht sich das baden-württembergische Team um Delegationsleiterin Martina „Matze“ Schubien am Donnerstag auf die Reise nach Chemnitz, wo es zum Kräftemessen mit den besten U 18-Jugendlichen Deutschlands geht. Nicht dabei ist Böblingens Bundesligaspielerin Annett Kaufmann, die nach Absprache mit ihren Trainern in den ersten Monaten des Jahres etwas kürzertritt, was nationale Turnierteilnahmen anbetrifft.

Sönke Geil ist mit seinem sechsköpfigen Trainerteam gespannt, wie sich die Talente aus dem „Ländle“ in Sachsen aus der Affäre ziehen werden. „Im einen oder anderen Fall können wir sicherlich bei der Vergabe um die Medaillen mitreden“, sagt der Sportdirektor. Und verweist dabei vor allem auf den Mädchenbereich, wo gleich drei Spielerinnen im Einzel auf der Setzliste stehen. Hinter den Favoritinnen Naomi Pranjkovic (Bayern) und Mia Griesel (Niedersachsen) reihen sich im Turnierplan Lea Lachenmayer (Tischtennis Frickenhausen), Jele Stortz (DJK Offenburg) und Melanie Merk (TTC Singen) ein. Bei Lea Lachenmayer gibt sich der Sportdirektor aber bewusst zurückhaltend, schließlich konnte sich die 17-jährige zuletzt nach einem Bänderriss nicht optimal vorbereiten. „Man muss abwarten, inwieweit sie der Belastung Stand halten kann“, sagt Sönke Geil, der auf das umfangreiche Turnierprogramm von Lachenmayer – im Doppel mit BaWü-Kollegin Jele Stortz und im Mixed mit dem starken Hilpoltsteiner Matthias Danzer – hinweist. Jele Stortz wird nicht minder gefordert, im Mixed könnte sie es mit Lleyton Ullmann (Hamburg) ebenso recht weit bringen. Erstmals seit 2011 werden diesmal in Chemnitz wieder Titel und Medaillen im Mixed vergeben.

Für Amelie Fischer (15, TSV Untergröningen), Minh-Thao Nguyen (14, SU Neckarsulm) und Bao Chau Elisa Nguyen (13, TTV Ettlingen) gilt es im Konzert der zumeist deutlich älteren Konkurrentinnen, sich achtbar aus der Affäre zu ziehen und vielleicht das eine oder andere Ausrufezeichen zu setzen.

Im hochkarätigen Feld der U 18-Jungs könnte – wenn man rein nach den aktuellen Zahlen im Ranking geht – am ehesten Manuel Prohaska (SC Staig) ein Wörtchen mit den Turnierfavoriten mitreden. In der Vorrundengruppe bekommt er es allerdings gleich mit dem an Nummer eins gesetzten Bayern Tom Schweiger zu tun. Für positive Schlagzeilen wollen auch Mathis Braunwarth (SC Staig) und Leon Lühne (SV Sillenbuch) sorgen, die sich ebenfalls jenseits der 2000er-Marke befinden. Für den 15-jährigen Jonathan Fuchs (DJK Sportbund Stuttgart) und den erst 13-jährigen Herrenberger Mahmoud El Haj Ibrahim gilt es vornehmlich, sich in der Vorrunde mit guten Leistungen in Szene zu setzen.

Für die ARGE Baden-Württemberg gehen in Chemnitz an den Start:
Mädchen 18: Amelie Fischer (TSV Untergröningen), Lea Lachenmayer (Tischtennis Frickenhausen), Melanie Merk (TTC Singen), Minh-Thao Nguyen (SU Neckarsulm), Bao Chau Elisa Nguyen (TTV Ettlingen), Jele Stortz (DJK Offenburg).

Jungen 18: Mathis Braunwarth, Manuel Prohaska (beide SC Staig), Mahmoud El Haj Ibrahim (VfL Herrenberg), Jonathan Fuchs (DJK Sportbund Stuttgart), Leon Lühne (SV Sillenbuch).

Von Thomas Holzapfel

Bao Chau Elisa Nguyen TTV Ettlingen 35  Jonathan Fuchs DJK Sportbund Mahmoud El Haj Ibrahim Manuel Prohaska 01 Manuel Prohaska SC Staig 01