Talent Team Cup am 10./11. Januar 2026 in Nassau
Eine gute Frühform ist angesagt
Von Thomas Holzapfel

Richtig was los war zu Jahresbeginn in der Landessportschule in Albstadt, wo sich gleich mehrere Trainingsgruppen nach einer insgesamt recht kurzen Weihnachtspause den Feinschliff für die Herausforderungen der kommenden Monate aneigneten. Vom 2. bis 6. Januar traf sich der Landeskader der ARGE LS Baden-Württemberg zum Auftaktlehrgang, parallel fand ein Talentzentrallehrgang für den jüngsten Nachwuchs (Jahrgang 2015 und jünger) statt und einige angehende B-Lizenz-Trainer standen parallel unter Prüfungsstress. Ein wahrlich intensiver Auftakt ins neue Jahr, der nun mit dem schon traditionellen Talent Team Cup (10./11. Januar) im rheinland-pfälzischen Nassau in den ersten Wettkampf mündet.
„Die Lehrgänge waren durchaus anspruchsvoll, vor allem für die jüngsten Teilnehmer, die bislang noch nicht so häufig dabei waren“, sagt Andreas Dörner und er fügt mit einem Lächeln hinzu: „Insgesamt haben alle gut gearbeitet und außer einem Muskelkater keine weiteren Beeinträchtigungen davongetragen.“ Positiv stach dem Landestrainer das Spielniveau im Rahmen des Talentzentrallehrgangs ins Auge: „Ich denke, da können wir in den nächsten Jahren einiges erwarten.“
Gut vorbereitet starten die ARGE-Youngsters in den Talent Team Cup, bei dem der Förderverein Leistungssport im TV 1860 Nassau Durchführer ist. Zu diesem Mannschaftswettbewerb lädt der Deutsche Tischtennisbund seine 16 Landesverbände mit ihren Schüler-Auswahlmannschaften der Altersklasse 12 (Jahrgang 2014 und jünger) ein.
Was die Erfahrung bei überregionalen Turnieren anbetrifft, nehmen die beiden Külsheimer Talente Svenja Hepp und Levin Würzberger die Führungsrolle in ihren jeweiligen Mannschaften ein. Die Mädchen gehen durchaus aussichtsreich ins Rennen, nach Aussage des Trainerteams bestehen gute Chancen auf den Einzug ins Halbfinale. „Es ist schon das Ziel, einen Treppchenplatz zu ergattern“, meint Andreas Dörner. Neben Svenja Hepp stehen Esil Ahmed (TTV Weinheim-West), die im letzten Jahr bereits Ersatzspielerin des Turniersiegers aus Baden-Württemberg war, sowie Lene Albrecht (SpVgg Gröningen-Satteldorf) und Olivia Neumann (Tischtennis Frickenhausen) im Aufgebot. „Mal schauen, wie sich unsere jungen Spielerinnen verkaufen“, ist Andreas Dörner gespannt. Die größte Konkurrenz dürfte aus Westdeutschland, Hessen und dem Saarland kommen.
Bei den Jungs stehen neben Levin Würzberger die Kieselbronner Joshua von Wobeser und Ben Hummig sowie Eric Popa-Mateiu vom TTC Nonnenweier im Kader. „Wir freuen uns auf die Premiere von Ben und Eric im BaWü-Trikot“, sagt Andreas Dörner, nach dessen Einschätzung es wohl kein Vorbeikommen am Team Westdeutschland geben dürfte. „Die sind von Position eins bis vier sehr stark besetzt.“ Hinter diesem Team sei das Feld aber recht eng beisammen, gemeinsam mit Bayern, Hessen und Niedersachsen werde man um die weiteren Plätze streiten. Minimalziel sei das Erreichen des Viertelfinales.
Beim Dreier-Mannschaftsturnier, das in der zweiten Runde den Einsatz eines vierten Spielers erlaubt, geht es neben guten Platzierungen vor allem auch darum, reichlich Spielpraxis für die kommenden Wettbewerbe zu erlangen. Neben Andreas Dörner wird das Team der ARGE LS BaWü von Konstantin Chepkasov betreut.
Foto: Volker Arnold





