Baden-Württembergische Einzelmeisterschaften der Damen und Herren in Baiersbronn
Topturnier mit Bundesligaspielerinnen und einem Vize-Europameister
Bericht ;Thomas Holzapfel

Als Gastgeber von hochkarätigen Tischtennis-Veranstaltungen hat sich der SSV Schönmünzach in der Vergangenheit längst einen Namen gemacht. Etwa vor einem Vierteljahrhundert dürfte es gewesen sein, als man sich im Murgtal erstmals an die Durchführung von ersten Turnieren auf Bezirksebene wagte, im Jahr 2004 stellten die Deutschen Pokalmeisterschaften einen ersten großen Höhepunkt dar. „Inzwischen haben wir drei Turniere auf Bundesebene, etwa zehn auf baden-württembergischer Ebene und zig weitere auf Bezirksebene ausgerichtet“, weiß SSV-Vorstand Klaus Frey.
Dass man nun die Baden-Württembergischen Meisterschaften der Damen und Herren nach Baiersbronn geholt hat, hat mehrere Gründe. Das 100-jährige Jubiläum des SSV Schönmünzach in diesem Jahr ist einer, der sportliche Anreiz, die Elite aus dem „Ländle“ in den Schwarzwald zu locken, ein anderer. „Wir haben letztes Jahr bei den Titelkämpfen in Albstadt-Ebingen zugeschaut, das war wieder einmal Tischtennissport vom Feinsten“, sagt Klaus Frey, „weshalb wir uns beim Verband um die diesjährige Ausrichtung beworben haben.“ Und prompt den Zuschlag erhielten.
Der Aufgabenbereich des Gastgebers beschränkt sich im Falle der „BaWüs“ auf die Bereitstellung der Infrastruktur. Soll heißen: Am Freitag müssen die vom Verbandssponsor angelieferten Spieltische in der Murgtalhalle aufgestellt und – was nicht minder aufwendig ist – die Umrandungen zusammengeschraubt werden. Während der beiden Turniertage gilt es zudem die zahlreichen Gäste aus Nah und Fern zu verköstigen. „Für den Auf- und Abbau werden etwa 15 Personen im Einsatz sein, um die Bewirtung kümmern sich an den beiden Tagen etwa 50 Mitglieder in mehreren Schichten“, erzählt Klaus Frey. Um hinsichtlich Verbrauch und Kosten besser planen und die Preise festlegen zu können, hat Frey beim Vorjahresausrichter entsprechende Erfahrungswerte eingeholt.
Für einen besonderen Service sorgt am Wochenende SSV-Abteilungsleiterin Ute Walkenhorst, die zudem im Hauptausschuss Öffentlichkeitsarbeit des Tischtennisverbands Baden-Württemberg (TTBW) tätig ist. Gemeinsam mit Verbandskollege Walter Dörling wird sie via Live-Streaming den Daheimgebliebenen bewegte Bilder ins Haus schicken. „Das wird natürlich eine tolle Sache, quasi in einem Heimspiel diesen Job zu erledigen“, sagt Ute Walkenhorst.
Nach der Begrüßung am Samstag (9:15 Uhr) beginnt das Turnier kurz darauf mit den Gruppenspielen im Einzel. Dabei gehen bei Damen und Herren jeweils 42 Teilnehmer an den Start, also zwei pro Bezirk. Hinzu kommen 18 weitere Teilnehmer aus dem Badischen Tischtennisverband. Die jeweils 16 Vornominierten, quasi die Creme de la Creme aus Baden-Württemberg, steigt dann erst am Sonntag ins Hauptturnier ein, kommt allerdings am ersten Tag bereits in den Doppel- und Mixedkonkurrenzen zum Einsatz.
„Qualitativ ist das Turnier wieder sehr gut bestückt“, meint Klaus Frey, der zudem stolz ist, dass mit Julia Kaim, Antonia Bernhard, Sara Müller, Antonia Walkenhorst und Lena Walkenhorst gleich fünf Spielerinnen die Vereinsfarben des SSV vertreten. Bei den Damen gehört Drittligaspielerin Julia Kaim, die sich vor den drei Jahren bereits den Titel holte, durchaus zu den Anwärterinnen auf einen der vorderen Plätze. Als Topfavoritinnen gehen derweil die Bundesligaspielerinnen Lea Lachenmayer (ESV Weil), Bao Chau Elisa Nguyen (TTV Grün-Weiß Ettlingen) und die routinierte Alexandra Schankula von Zweitligist DJK Sportbund Stuttgart ins Rennen. Bei den Männern will es Torben Wosik (SC Staig) ein weiteres Mal wissen: Bereits im Vorjahr setzte sich der Vize-Europameister des Jahres 2003 und mehrfache WM- und EM-Teilnehmer die baden-württembergische Krone auf. Ihn am ehesten gefährden dürften Sven Happek (TV Kieselbronn), Tom Eise (DJK Offenburg) und Martin Sejdijevic (VfR Birkmannsweiler). Gespannt darf man auch sein, wie sich der erst 14-jährige Tien Nghia Phong (TTC immoXone Bietigheim-Bissingen), immerhin Jugend-Nationalspieler und Baden-Württembergischer Meister der Jugend U19, im Konzert der Großen schlagen wird. Die beiden kommenden Titelträger qualifizieren sich direkt für die Deutschen Individualmeisterschaften, die im Rahmen der „TT-Finals“ vom 4. bis 7. Juni in Erfurt über die Bühne gehen.
Zeitplan der Meisterschaften:
Samstag, 17. Januar
9:15 Uhr Begrüßung
9:30 Uhr Gruppenspiele Einzel
14:30 Beginn Doppelwettbewerbe
16 Uhr Beginn Mixed-Wettbewerbe
17 Uhr Beginn KO-Spiele
19:30 Uhr Mixed-Finale
Sonntag, 18. Januar
8:45 Uhr Begrüßung
9:00 Beginn Endrunde
12 Uhr Beginn Achtelfinale Doppel
12:30 Uhr Beginn Achtelfinale Einzel
15 Uhr Beginn Finalspiele
myTischtennis.de: Einzelheiten zum Turnier (Ausschreibung-Teilnehmer)





