Apolonia-Gala reicht nicht aus
TTBL: ASC Grünwettersbach – TTC Zugbrücke Grenzau 1:3
von Karl-Heinz Fritz
Zum Auftakt einer strapaziösen Woche kassierte der ASC beim letzten Heimspiel des Jahres gegen Grenzau eine unter dem Strich verdiente Niederlage, bleibt jedoch mit 8:12 Punkten auf dem 7. Tabellenplatz.
Bereits das Eröffnungseinzel ließ nicht Gutes für das Team von Kilian Ort erahnen, denn der taktische Schachzug von Gästetrainer Slobodan Grujic, den unorthodoxen Materialspieler Luka Mladenovic auf ASC-Spitzenspieler Hiroto Shinozuka anzusetzen, ging auf. Immer wieder gelang es dem Luxemburger Nationalspieler den jungen Japaner, der erst kurz vorher aus Japan angereist war und dem der Jetlag sichtlich zu schaffen machte, aus dem Konzept zu bringen. Zwar gelang es Shinozuka mit 2:1 Sätzen in Führung zu gehen, doch im Entscheidungssatz zog er dann sichtlich frustriert den Kürzeren.
Postwendend schaffte Tiago Apolonia gegen Yi-Hsin Feng den Ausgleich. Der ASC-Routinier spielte gegen den Spitzenspieler der Grenzauer großartig auf, zeigte Ballgefühl, Spielübersicht und Nervenstärke und hatte in drei engen Sätzen jeweils die Nase vorn.
Nach der Pause bekam Tobias Hippler von Marciej Kubik die Grenzen aufgezeigt. Zwar kam der ASC-Neuzugang gut ins Match, fand jedoch viel zu selten eine passende Antwort auf die gefährlichen Aufschläge seines Kontrahenten, dessen 3:0 Sieg letztlich ungefährdet war.
Ein hochklassiges Match lieferten sich dann die beiden Spitzenspieler Hiroto Shinozuka und Yi-Hsin Feng. Nach ausgeglichenem Spielverlauf, der von temporeichen Ballwechseln geprägt war, spielte sich der Taiwanese im TTC-Trikot im Entscheidungssatz in einen wahren Rausch und zog mit 9:3 davon. Zwar gelang es Hiroto Shinozuka durch eine Energieleistung nochmals auf 8:9 zu verkürzen, doch durch zwei riskante aber erfolgreiche Schläge besiegelte Feng das Schicksal des ASC.
Nach dem abschließenden TTBL-Hinrundenspiel am Donnerstag in Ochsenhausen und dem Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League am Sonntag in Hennebont, machen die ASC-Cracks eine kurze Pause, ehe am 11.01. das Heimspiel gegen Post SV Mühlhausen auf dem Programm steht.
