ASC verkauft sich teuer
TTBL: 1. FC Saarbrücken-TT – ASC Grünwettersbach 3:1
Von Karl-Heinz Fritz
Beim momentan wohl stärksten Team Europas zog sich der ASC achtbar aus der Affäre und unterlag mit 3:1.
Alle eingesetzten ASC-Akteure zeigten dabei eine gute Leistung, so dass das Team von Trainer Kilian Ort für den Ligaendspurt gerüstet scheint.
Im ersten Match holte sich Tobias Hippler den Auftaktsatz klar gegen den ehemaligen Jugendeuropameister Eduard Ionescu. Dann jedoch fand der junge Rumäne zunehmend besser ins Match und verbuchte die folgenden Sätze für sich.
Ricardo Walther hatte gegen Olympiasieger Fan Zhendong den erwartet schweren Stand, kam jedoch immerhin zu einem Satzgewinn gegen den hohen Favoriten.
Nach der Pause sorgte Tom Jarvis gegen den favorisierten Darko Jorgic für den Anschluss. Dabei spielte der Brite speziell in den beiden abschließenden Sätzen großartig auf und brachte bei seinem letztlich ungefährdeten 3:1 Erfolg die mitgereisten Fans in Entzückung.
Auch Ricardo Walther hatte gegen Eduard Ionescu durchaus seine Chancen. Doch nach einer 2:1 Satzführung musste der nach seiner Verletzung langsam wieder in Form kommende ASC-Crack die entscheidenden Sätze knapp abgeben, womit die Niederlage beim Champions-League-Sieger besiegelt war.
Blutjunge ASC-Reserve am Ende chancenlos
3. Bundesliga: ASC Grünwettersbach 2 –
TTC ImmoXone Bietigheim-Bissingen 0:6
Trotz sehr guter Leistungen konnte die ASC-Reserve den Titelaspiranten nicht gefährden. Mit Emanuel Otalvaro (15), Adrian Gossow (17), Alexander Sverdlik (22) und Luke Hofferer (18) schickten Teamchef Ricardo Walther und Trainer Jannis Nonnenmann ein blutjunges Team ins Rennen. Dieses brachte die favorisierten Schwaben zwar gehörig ins Schwitzen, doch mehr als einige Satzgewinne standen am Ende nicht auf der Habenseite.
Derby mit Brisanz
Mo. 23.03., 18:30 Uhr: ASC Grünwettersbach –
TTF Liebherr Ochsenhausen
Das 22. Baden-Württemberg-Derby zwischen dem ASC und den TTF steht diesmal unter einem ganz besonderen Vorzeichen, denn für beide Teams geht es am ungewohnten Montagabend um viel. Denn während die Hausherren als Schlusslicht mit dem Rücken zur Wand stehen, wollen die Gäste ihre vielleicht letzte Chance, doch noch in die Playoffs einzuziehen, nutzen.
Lange Zeit sah es so aus, als ob die Oberschwaben dieses Ziel problemlos erreichen könnten, doch eine Niederlagenserie zu Beginn des Jahres warf das junge Team von Trainer Bogdan Pugna etwas aus der Spur. Dabei hatten die TTF-Youngster nach dem Abgang von Hugo Calderano und Simon Gauzy sich schnell in der TTBL akklimatisiert. Neben dem überragenden Shunsuke Togami sorgte dabei vor allem Iulian Chirita für Aufsehen, doch auch Andreas Levenko, Tiago Abiodun und Leonardo Iizuka konnten sich weiterentwickeln und wichtige Siege einfahren.
Ganz anders ist das Bild beim Team von Kilian Ort. Nach einem gelungenen Saisonstart rutschte der ASC bedingt durch Verletzungen von Tiago Apolonia und Ricardo Walther unaufhaltbar in Richtung Tabellenkeller. Da auch die in der letzten Saison so erfolgreichen Doppel nicht überzeugen konnten und Doppel-Weltmeister Hiroto Shinozuka einige Schwächen offenbarte, stehen die Badener nun mit dem Rücken zur Wand. Dennoch ist noch nichts verloren. Gerade im Derby gegen die Ochsen zeigte der ASC in der Vergangenheit zu Hause starke Leistungen. Ricardo Walther, der beim Feeder in Düsseldorf ins Halbfinale vordrang, zeigt eindeutig aufsteigende Tendenz und auch Tiago Apolonia ist nahezu frei von Beschwerden. So will der ASC zumindest alles versuchen, um mit dem Publikum im Rücken seine schwarze Serie endlich zu beenden. An der Zeit wäre es.
Wiedersehen mit Wang Xi
So. 22.03., 15 Uhr: TSG Kaiserslautern – ASC Grünwettersbach 2
Vor einer kaum lösbaren Aufgabe steht die junge ASC-Reserve bei ihrem Gastspiel in der Pfalz. Die TSG, die bislang nur eine Saisonniederlage hinnehmen musste, strebt mit Macht in Richtung Meisterschaft und Aufstieg. Angeführt werden die Hausherren vom ehemaligen ASC-TTBL-Spieler Wang Xi, der in dieser Saison noch ungeschlagen ist, sowie dem ehemaligen Vize-Europameister Torben Wosik. Zu ihnen gesellen sich die beiden Japaner Haruki Miyamoto und Yuki Suganuma, sowie Luis Kraus, die allesamt klar positive Bilanzen aufweisen.
Wen seiner Youngster Teamchef Ricardo Walther und Trainer Jannis Nonnenmann am Sonntag ins Rennen schicken werden bleibt abzuwarten, da für den ASC, der den Klassenerhalt schon in trockenen Tüchern hat, die TTBL Vorrang hat. Zumindest hofft man auf ein Mitwirken von Damian Floro, der zuletzt verletzungsbedingt fehlte.
