In Pünktchen fehlt am Ende
SV Werder Bremen – ASC Grünwettersbach 3:2
Von Karl-Heinz Fritz
Trotz einer bärenstarken Leistung von Tiago Apolonia blieb dem ASC ein finales Erfolgserlebnis beim Tabellenzweiten verwehrt. Dabei lag ein Sieg, der den Badenern in der Hinrunde gelungen war, durchaus im Bereich des Möglichen, doch am Ende fehlte dem ASC ein winziges Pünktchen zum Gesamtsieg.
Im Auftaktmatch zeigte nämlich Tobias Hippler gegen Kirill Gerassimenko ein beherztes Match. Im vierten Satz steuerte „Hippi“ bei einer 2:1 Satzführung und zwei Matchbällen einem Sieg entgegen. Doch der zähe Kasache im Werder-Trikot stellte einmal mehr seine Comebackqualitäten unter Beweis, holte sich den Satz in der Verlängerung und war dann im Entscheidungssatz nicht mehr zu bremsen.
Zweimal brachte an diesem Nachmittag Tiago Apolonia sein Team wieder heran. Zunächst kämpfte der Routinier Mattias Falck in 5 Sätzen nieder, ehe er dann im letzten Einzel gegen Kirill Gerassimenko sein Team durch ein ungefährdetes 3:0 ins Schlussdoppel brachte.
Zwischen den beiden Galaauftritten des routinierten Portugiesen musste Tom Jarvis gegen Marcelo Aguirre passen. Dabei wurde dem dynamischen Briten wohl zum Verhängnis, dass er gleich im 1. Satz eine 8:4 Führung nicht ins Ziel retten konnte und somit dem Paraguayer Auftrieb gab.
Im Schlussdoppel waren dann Ricardo Walther und Tom Jarvis gegen die in dieser Saison noch ungeschlagenen Falck/Bertrand in den ersten beiden Sätzen chancenlos. Zwar kämpfte sich das ASC-Duo ins Match, verbuchte den 3. Satz für sich, um dann doch im 4. Satz knapp zu scheitern.
Während die Hausherren ihre Playoff-Ambitionen festigten, muss der ASC in den nächsten Partien unbedingt zu Punkten kommen, um die ungemütlichen Tabellenregionen zu verlassen.
Zum Siegen fast schon verdammt
Sa. 31.01., 15 Uhr: ASC Grünwettersbach – TTC OE Bad Homburg
Mit dem „TTC OE Clarity Telefonie-Systeme Bad Homburg e.V. gastiert nicht nur das Team mit dem längsten Namen, sondern auch das Überraschungsteam der Saison in der ASC-Arena. Trainerlegende Helmut Hampl hat es binnen kürzester Zeit geschafft, aus einer Gruppe junger, namenloser Spieler – Csaba Andras, Jo Yokotani, Ivor Ban, Juan Perez und Benno Oehme – eine schlagkräftige Bundesliga-Mannschaft zu formen. So zogen mit Fulda, Bergneustadt, Saarbrücken sowie im Pokal mit Düsseldorf gleich eine ganze Latte namhafter Teams gegen die TTC-Youngster den Kürzeren. Daher ist es nicht verwunderlich, dass der TTC mit aktuell 10:18 Punkten und Tabellenrang 9 einen Platz vor dem ASC rangiert. So muss der ASC am Samstag alles daran setzen gegen die Hessen zu punkten und diese wieder zu überholen.
Bei beiden Teams ist fraglich, ob die beiden japanischen Spitzenspieler, Hiroto Shinozuka beim ASC und Jo Yokotani beim TTC, nach ihren nationalen Meisterschaften rechtzeitig zurück sein werden. Trainer Kilian Ort wird daher auf Neuzugang Tom Jarvis, der gegen Dortmund ein fulminantes Heimdebut feierte, sowie den in Bremen starken Tiago Apolonia und Tobias Hippler setzen. Ob Ricardo Walther nach dem wohl zu früher Comeback nach seiner OP erneut im Einzel zum Einsatz kommen wird, werden wohl erst die letzten Trainingseindrücke vor dem Spiel zeigen.
Mut machen sollte dem ASC das Hinspiel, als ein 3:0 Sieg in Hessen heraussprang. Es wäre enorm wichtig, wenn der die Hausherren erneut die Oberhand behalten würden, denn in den nächsten Partien hat man mit Düsseldorf, Fulda, Saarbrücken und Ochsenhausen schwere Gegner vor der Brust.
