Klammern an den Strohhalm
TTBL: TSV Bad Königshofen – ASC Grünwettersbach 3:0

Von  Karl-Heinz Fritz

Nach der klaren Niederlage beim Kellerduell in Bad Königshofen ist der Klassenerhalt für die Badener sportlich kaum noch zu bewerkstelligen, denn Bad Königshofen liegt zwei Spieltage vor Saisonende nun vier Punkte vor dem ASC und hat auch das bessere Spielverhältnis. Dass der ASC in seiner momentanen Verfassung seine beiden letzten Spiele gegen Bergneustadt und in Grenzau gewinnt, scheint zudem äußerst fraglich, auch wenn Spitzenspieler Hiroto Shinozuka wohl wieder zur Verfügung stehen dürfte.

Die Rahmenbedingungen für das Endspiel gegen den Abstieg in Bad Königshofen waren hervorragend. In der mit 760 Zuschauern ausverkauften Halle war die Spannung mit Händen zu greifen, zumal die 50 mitgereisten ASC-Fans ihr Team nach Kräften unterstützen.

Dies schien auch zunächst zu wirken, denn Tom Jarvis legte im Eröffnungseinzel gegen Bastian Steger los wie die Feuerwehr und fegte den TSV-Veteranen mit 11:2 vom Tisch. Doch der 45jährige Franke holte sich Satz 2 mit demselben Ergebnis. Die entscheidende Szene spielte sich dann beim 5:1 für Jarvis im 3. Satz ab, als Steger beim Aufschlag seines Gegners eine Netzberührung gesehen haben wollte, was dieser bestritt. Nach minutenlangen Diskussionen wurde das Match dann zwar fortgesetzt, doch Jarvis hatte nun vollkommen den Faden verloren, konnte beim 6:10 zwar noch 4 Satzbälle abwehren, um dann doch noch mit 10:12 zu unterliegen. Auch der 4. Satz war hart umkämpft, sah jedoch am Ende Steger mit 11:9 in Front.

Im Duell der beiden 39jähigen Routiniers bekam es Tiago Apolonia dann mit Daniel Habesohn zu tun. In einer ausgeglichenen Partie ging Apolonia mit 2:1 Sätzen in Führung. Doch Habesohn steigerte sich, spielte nun riskanter und aggressiver und konnte das Match mit 11:6 im Entscheidungssatz noch auf seine Seite ziehen.

Ricardo Walther, der von Trainer Kilian Ort erneut den Vorzug vor Tobias Hippler erhielt, musste nun im Match gegen TSV-Youngster Andre Bertelsmeier liefern, um sein Team im Spiel zu halten. Doch erneut agierte der im November an der Bandscheibe operierte Walther gehemmt und weit von seiner Bestform entfernt. So hatte Bertelsmeier keine Probleme den Siegpunkt für sein Team zu erspielen.

Während der TSV-Anhang den sportlichen Klassenerhalt feiern konnte, muss der ASC nun abwarten, ob Zweitligameister TSV Windsbach sein Aufstiegsrecht wahrnimmt und auch die Lizenzvoraussetzungen erfüllen kann.